Haartransplantation: Tatsachen vs. Erwartungen

Wenn wir Ihnen die Frage stellen würden, dass Sie die größte Schwierigkeit erraten sollten, die die Ärzte in dem plastischen, bzw. ästhetischen Sektor erleben, was wäre Ihre Antwort darauf?

Einige von Ihnen mögen annehmen, dass es die ermüdenden Arbeitszeiten sind oder andere wiederum könnten sich vorstellen, dass die Konfrontation und die Auseinandersetzung mit den Menschen die schwierigste Herausforderung sein könnte. Könnte das die richtige Antwort sein?

Die schwierigste Herausforderung, bzw. Prüfung eines plastischen Chirurgen oder Dermatologen ist die lückenlose Erfüllung der Erwartungen von Patienten. Eigentlich liegt das Problem im vorigen Satz verborgen. Menschen, die aus medizinischer Sicht als “Patienten” bezeichnet werden, können eigentlich nur selten als “Patienten”, bzw. “Kranke” kategorisiert werden, wenn sie plastische Eingriffe fordern, die unter der Kompetenz von der ästhetischen Chirurgie fallen.

Zum Beispiel, können wir eine Person als “Patient” bezeichnen, wenn diese Person sich wegen einer Deviation die Nase korrigieren lässt. Auf der anderen Seite, können wir eine Person, die etwas fülligere Wangen haben möchte und sich diese füllen lässt, oder eine Person, die Haarausfall erlebt hat und sein/ihr ursprüngliches Aussehen wieder erlangen möchte, als “Patient” bezeichnen?

Die Antwort: Nein.

Wenn sie als Arzt keine Krankheit behandeln, sondern ein Eingriff vornehmen, nur um das Aussehen des Klienten ästhetisch zu verbessern, dann bescheinigen Sie sich nicht im eigentlichen Sinne mit einem “Patienten”.

Wenn Sie einem Patienten mit Nierenstein operieren, so kann dieser Patient wieder seien/ihre Gesundheit erlangen.

Wenn sie einen an Grippe erkrankten Patienten richtig behandeln, dann kann dieser Patient innerhalb einer Woche wieder völlig gesund werden.

Wenn sich ein Fußballspieler an der Verse verletzt und es einen Riss im Knochen gibt, so kann dieser Patient durch ein paar Wochen Gips wieder Fußball spielen wie früher.

Ist es denn möglich, die Erwartungen eines Menschen komplett zu erfüllen, wenn dieser Mensch mit 40 Jahren und Haarausfall zum Arzt kommt und wieder so aussehen will wie 18?

Die Antwort zu dieser Frage kann nur anhand von einigen Faktoren, wie die Eigenschaften des Spender Areals am Hinterkopf, das Alter, das Geschlecht, etc. geboten werden.

Wir können sowohl anhand unserer eigenen Beobachtungen und Erfahrungen, als auch anhand vielerlei Studien, heute mit Sicherheit und gutem Gewissen behaupten, dass die Erfolgschancen einer Haartransplantation heutzutage deutlich höher sind als vor wenigen Jahren.

Sie werden in den öffentlichen Verkehrsmitteln, auf dem Supermarkt beim Einkaufen, kurz um, überall im alltäglichen Leben Menschen begegnen, die dich einer Haartransplantation unterzogen haben. Wir können behaupten, dass Sie viele von diesen Menschen nicht aussondern oder bemerken können.

Dennoch sind wir vorsichtig bei der Bezeichnung unserer Arbeit und vermeiden die Verwendung des Begriffs “Wunder”, und nennen es einfach “positive Veränderung des Aussehens”.

Eine Person, die ausreichende Haarwurzel an dem Spender Areal besitzt, kann nach der Haartransplantation ziemlich dichte Haare sowie David Backham bekommen, trotzdem ist es nicht angebracht, diesen Prozess “Wunder” oder “Übernatürlich” zu nennen, ist gegen die Natur der Sache und ist überhaupt nichts übernatürliches.

Tatsache ist; dass diese magischen Begriffe ausschließlich in Haartransplantationseinrichtungen verwendet werden, die keine Ärzte beschäftigen. Diese falschen Begriffe verursachen große Erwartungen auch bei Patienten, die nie dichtes Haar haben werden.

Unsere Arbeit, bzw. unsere Kunst kommt an diesem Punkt ins Spiel. Wir erzielen das maximal mögliche, anhand dessen, was der Patient mitbringt, sprich anhand der physischen Eigenschaften, die der Patient mitbringt.

Wir sind uns bewusst, dass dies nur durch ein eingespieltes, kompetentes Team, wissenschaftliche und hoch technische Ausstattung, permanente Personalschulung, Erfahrung und Empathie verwirklicht werden kann.

Aus diesem Grund sind wir immer auf der Suche nach dem Besseren und begnügen uns niemals mit dem bisher Erreichten.