Wer ist für eine Haartransplantation geeignet?

Haartransplantation kann sehr erfolgreich sein, wenn es dem geeigneten Patienten durchgeführt wird. Manche Personen sind für diesen Vorgang nicht geeignet. In diesem Fall wird der Eingriff nicht erfolgreich bzw. zufriedenstellend sein, auch wenn es durchgeführt wird.

Wenn der Patient trotz der schlechten Erfolgschancen auf den Eingriff besteht, sollte die Erwartung nicht sonderlich hoch sein und der Patient soll diese Verantwortung mit übernehmen.

Es sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass wir als Klinik aus Prinzip solche Fälle nicht bearbeiten und führen die Haartransplantation erst recht nicht durch, auch wenn der Patient insistiert.

Wenn der Patient für den Eingriff nicht geeignet ist aber dennoch darauf besteht, sich der Haartransplantation zu unterziehen und die Klinik diese Entscheidung aus finanziellen Gründen akzeptiert, so können diese es später bereuen und sich wünschen, dass sie die Haartransplantation nie durchgeführt hätten. Wenn Sie sich in den Spiegel anschauen und das negative Ergebnis ansehen, können Sie sehr wohl Ihr vorheriges Aussehen vermissen.

Um die Haartransplantation durch zu führen, müssen Sie folgende Kriterien entsprechen:

  • Ihr Haarausfall nach dem Norwood-Hamilton Skala sollte mindestens 2 oder mehr sein,
  • Die Haarausfallphase sollte beendet oder wenigstens die letzte Phase erreicht sein. Der Patient sollte in der Ausfall Phase diverse Formeln ausprobiert und keinen Erfolg erzielt haben. (Auch wenn es Personen bedingt ist, sollte man für die Haartransplantation das Alter von 30 abwarten, da der Haarausfallprozess meist erst in diesem Alter vervollständigt wird.)
  • Es sollten genug Haare in Ihrem Spenderareal vorhanden sein: Je intensiver und dichter der Haarwuchs in dem Spenderareal, desto dichter wird das transplantierte Haar im Ziel Areal.

Patienten, außerhalb der oben angegebenen Voraussetzungen, die z.B. einen Haarverlust erlitten haben in Folge eines Traumas, einer Verbrennung oder sonstigen chirurgischen, bzw. medizinischen Eingriffen, können sich auch der Haartransplantation unterziehen.

Wenn die Patienten, die die oben angegebenen Voraussetzungen mitbringen, die folgenden Fehler bzw. Nachteile aufweisen, kann man im Grunde genommen behaupten, dass sie für die Haartransplantation geeignet sind. Ob Sie nun diesen Kriterien entsprechen oder nicht, wird Ihr konsultierender Arzt am Ende einer ärztlichen Untersuchung feststellen.

Haartransplantation ist bei manchen erfolgreicher als bei Anderen:

Das Kriterium: Die Haarfarbe

Es ist anzunehmen, dass die Haartransplantation bei Patienten erfolgreicher ist, bei denen die Haarfarbe und die Hautfarbe im Einklang, bzw. harmonisch sind. Je grösser der Kontrast zwischen der Kopfhautfarbe und der Haarfarbe, desto grösser das Risiko, das das Ergebnis unnatürlich aussieht.

Das soll natürlich nicht heißen, dass der Farbenunterscheid zwischen der Kopfhaut und den Haaren allein für ein schlechtes Haartransplantationsergebnis verantwortlich ist.

Wenn z.B. das Haar blond und die Kopfhautfarbe ziemlich hell ist, so lässt sich der Haarausfall bei dieser Person erst in sehr späten Stadien; wenn der Haarausfall exzessiv ist, sichtbar.

Anders ist es, wenn das Haar schwarz, bzw. dunkel, und die Hautfarbe hell ist. Bei dieser Person kann man den Haarausfall aufgrund des entstandenen Kontrasts sehr früh und leicht erkennen.

Das Kriterium: Der Haartyp

Wenn Sie gewelltes oder lockiges Haar besitzen, so nimmt das ein größeres Volumen an und kaschiert auch ein spärliches Aussehen auf der Kopfhaut. Die Haare der afrikanischen Menschen tragen diese Eigenschaften und sehen deshalb so voluminös und intensiv aus.

Der Grund für die Afro-Haare ist, dass sie in wärmeren Klima-Zonen leben und dass ihre Kopfhaut durch die Evolution es gelernt hat, sich gegen das heiße Klima zu schützen und zu adaptieren.

Die Breite des Haares

Ein wichtiger Faktor, was das Aussehen beim Haarausfall eine Roll spielt, ist die Breite des Haares. Die Breite beeinflusst auch den Erfolg und das Ergebnis der Haartransplantation.

Bei Patienten, die ein breiteres Haar besitzen, werden meist bessere und zufriedenstellende Ergebnisse erzielt, als bei Patienten, die dünneres Haar besitzen, obwohl die gleiche Menge an Haarwurzel transplantiert wird.

Der Grund dafür ist, dass breiteres Haar das Licht, was durch die Kopfhaut reflektiert wird, besser absorbiert, bzw. vermindert und dadurch die Kahlheit weniger zum Vorschein kommen lässt. Bei dünnerem Haar ist das Gegenteil der Fall.

Weil das von der Kopfhaut reflektierte Licht das Auge des Betrachters einfacher erreichen kann, entsteht eine auffällige Wahrnehmung der “Kahlheit”, obwohl die gleiche Menge von Haaren vorhanden sind.

Das Kriterium: Die Flexibilität bzw. Elastizität der Kopfhaut

Die Haartransplantation in die Follikel lässt sich bei Patienten mit flexiblen, bzw. elastischen Kopfhaut besser durchführen und verspricht dadurch einen größeren Erfolg.

Außerdem, lässt es sich annehmen, dass Menschen, die regelmäßig Sport treiben, ihr Idealgewicht halten, ein stressfreies Leben führen und sich gesund ernähren, allgemein ein starkes Immunsystem besitzen. Die Heilungs- bzw. Genesungsphase bei solchen Patienten ist meist kürzer und das Infektionsrisiko sehr gering.